Kreativtage an der Grundschule Bad König

veröffentlicht: 19.07.2022.

Das Kollegium der Grundschule Bad König mit Abteilung Sprachheilförderung hatte sich auf die Fahne geschrieben, am Ende des Schuljahres endlich wieder eine Kreativwoche klassenintern für alle SchülerInnen zu planen.

Schnell waren wir uns über das Thema einig. „Gesunde Schule“ sollte der Name und der Schwerpunkt dieser/unserer Kreativwoche sein.

Untersuchungen haben ergeben, dass Maßnahmen der schulischen Gesundheitsförderung umso wirksamer sind, je stärker sie in ein Konzept einer „Gesunden Schule“ eingebunden sind. Ebenso konnte nachgewiesen werden, dass ein Zusammenhang zwischen Lebensbedingungen, Gesundheit und Bildungserfolg besteht.

Wir wissen einiges über die Zusammenhänge von Gesundheit, Bildung und Lernen. Genauso wissen wir einiges darüber, welche Merkmale Schulen haben, in denen gesundheitsförderliche und damit lernförderliche Bedingungen herrschen. Eine „Gesunde Schule“ ergänzt ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag um Inhalte der Gesundheitsförderung in der Regel um solche Themen:

  1. Ernährung
  2. Bewegung
  3. Entspannung
  4. Lehrergesundheit

Das Ziel: Gesundheitsförderung in der Grundschule nachhaltig zu verankern, damit alle an der Schule Beteiligten gesund lernen, leben und arbeiten können. Nur so kann das Projekt „Gesunde Schule“ funktionieren. Schlussendlich sollte neben einer umfassenden und guten Bildung auch die Gesundheit der Schülerinnen und Schülern eine hohe Priorität haben.

Jede Lehrerin/ jeder Lehrer machte sich bereits Wochen vorher an die Planung. Hier war es wichtig, notwendige Materialien zu organisieren, Kontakte mit externen Personen aufzunehmen, die Elternschaft mit ins Boot zu holen und entsprechende Räumlichkeiten bereitzustellen.

Jede Klasse hatte nun ihr eigenes Klassenthema und somit konnte die Kreativwoche beginnen.

Die Angebote reichten von Ernährung (Ernährungspyramide), Ausflüge in den Wald /in die Natur, Besuche von Schwimmbädern, Basteln, Sammeln von Naturprodukten, Kochen und Backen kulinarischer Spezialitäten und Herstellung von Salaten jeglicher Art, Erleben von Sport- und Freizeitangeboten (Tennis, Fitnessstudio, Yoga,…), Müllsammelaktionen im Wohnort, Erstellen der Programme für die „Entlassungsfeier“ der SchülerInnen des 4. Jahrgangs, Gewaltpräventionsangebot, Herstellung eines Barfußpfades, Rope-Skipping-Show, Lieder, Geschichten, Sachtexte, Herstellung eines Insektenhotels, “Erste Hilfe“ Angebot, Besuche von Feuerwehr, Polizei und Physiotherapie, Imkerbesuch mit Honigherstellung, Herstellen von gesundem „Miniatur-Essen“ aus Modelliermasse, u.v.m.

Eine Woche erlebten die SchülerInnen das breite Angebot, tauchten tief in Strukturen und Bedeutungen, experimentierten, erfuhren, staunten, entwickelten, … und jedes der Inhalte zog die Kinder in seinen ganz speziellen Charme. Das sorgte bei den Kleinsten für sehr viel Gesprächsstoff. Außerdem wurde pure Neugier über noch unentdeckte und unbekannte Themen geweckt. Nun gilt es, die Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Elternhäusern in den Focus zu rücken.

Die Präsentation am letzten Tag war ein Erfolg.

Voller Stolz zeigten die Kinder ihre Ergebnisse, ihre Produkte und ihre Erlebnisse (auf Bildern festgehalten). Kaffee, Kuchen und eine breite Auswahl von Salaten umrahmten dieses Programm.

Ja, am Ende waren wir alle müde und ziemlich kraftlos. Doch strahlende Kinderaugen und positive Rückmeldungen der vielen BesucherInnen gaben uns das Gefühl, wie wichtig doch dieses Thema für und in der Gesellschaft ist und zunehmend werden wird.

Doch eine „Gesunde Schule“ geht weit über die Vermittlung von Wissen zu diesen Themen hinaus.

Es mag überraschen, aber eine „Gesunde Schule“ ist nicht in erster Linie durch ein Sanitätsteam, außergewöhnliche Sportangebote oder ein ernährungszertifiziertes Essen gekennzeichnet, auch nicht durch Gütesiegel und Auszeichnung. Ihr Merkmal ist eher in ihrer „Kultur“ und in ihrer Gesellschaft zu finden.

Daher müssen wir alle an diesem Thema dranbleiben, weiterarbeiten und uns gemeinsam und gegenseitig unterstützen, um folgende Arbeitsfelder wiederkehrend und fortführend zu verbessern.

  1. Stelle ein positives „Schulklima“ her und bewahren es,
  2. Behalte die „Beziehungen“ aufmerksam im Blick,
  3. Beachte das „Wohlbefinden“ aller Beteiligten.

Das gesamte Kollegium hatte daher bereits Wochen zuvor 4 Arbeitsgruppen gebildet, die sich intensiv und begleitend mit diesen Arbeitsfeldern beschäftigen. Ruhepausen, Schulhofgestaltung, Gewaltprävention, verbindliche Unterrichtsinhalte gehören beispielsweise dazu.

Projekte in dieser Form können sicher qualitativ und quantitativ nicht ohne zusätzliche HelferInnen geplant, organisiert und durchgeführt werden. Daher bedanken wir uns bei allen „externen“ Personen für die intensive, kreative und wichtige Unterstützung. Außerdem gilt der Dank auch den Eltern, die uns für den Präsentationstag viele gesunde Leckereien zur Verfügung gestellt haben.

Text und Bild: Th. Kade

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